5. - 27. August 2017

 

Le Nozze di Figaro

Die Oper „Le Nozze di Figaro“ spielt in der Nähe von Sevilla auf dem Schloß des Grafen Almaviva. Das Stück spielt in der Zeit vor der Französischen Revolution, während die gesamte Gesellschaft des „Ancien Règime“ vor grundlegenden Veränderungen steht. Es spiegelt die Konfrontation von Vertretern der damaligen drei Stände, des Adels, der Geistlichkeit und der Bourgeoisie wider.

1. Akt

Die Vorbereitungen zur Hochzeit von Figaro und Susanna sind in vollem Gange. Eigentlich geht es aber weniger um die Hochzeit, als um die Irrungen und Wirrungen zwischenmenschlicher Gefühle. Beim Herrichten des gemeinsamen Zimmers teilt Susanna ihrem Liebsten Figaro mit, dass der Graf ihnen das Zimmer nicht ganz uneigennützig zur Verfügung gestellt hat, denn er stellt Susanna schon lange nach und möchte sie so möglichst nahe bei sich haben. Figaro hat allerdings keine Angst, wenn der Graf ihn unbedingt herausfordern will, dann soll er doch. Ganz ohne Sorgen ist er allerdings auch nicht. Einst hat er Marcellina, der Haushälterin des Grafen versprochen, sie zu heiraten, wenn er ihr nicht das geliehene Geld zurückgegeben kann. Mit der Hilfe von Bartolo fordert Marcellina jetzt das Versprechen ein. Genug Stoff also für spannende Hochzeitsvorbereitungen.
Cherubino, der Page des Grafen, erscheint bei Susanna und erzählt ihr, dass der Graf ihn entlassen will und dass er die Gräfin anhimmelt. Da kommt der Graf in Susannas Zimmer, Cherubino muss sich verstecken. Als später auch noch Basilio kommt wird es interessant, denn der auch der Graf möchte nicht bei Susanna ertappt werden und versteckt sich zunächst, natürlich ausgerechnet dort, wo sich auch Cherubino versteckt hat. Aber Cherubino ist geschickt und versteckt sich anderswo. Als Basilio darüber erzählt, wie Cherubino allen Frauen im Schloß nachstellt, hält es der Graf nicht länger aus und kommt aus seinem Versteck. Der Graf erzählt wie er kürzlich erst Cherubino bei Barbarina erwischt hat und beim erzählen zieht er die Tischdecke weg und entdeckt ... den armen Cherubino. Der Graf ist darüber natürlich nicht besonders erfreut, zumal Cherubino ja alles mitbekommen hat, auch das Techtelmächtel des Grafen mit Susanna und so gibt es nur eine mögliche Schlussfolgerung für den Grafen: der Page muss weg, möglichst weit weg. Und so bietet er Cherubino eine Offizierstelle in seinem Regiment an, Dienstbeginn sofort. Figaro gibt Cherubino allerdings ein Zeichen, er solle sich vor der Abreise noch einmal bei ihm melden. Irgend etwas führt Figaro doch im Schilde ...

2. Akt

Im Zimmer der Gräfin ist die Stimmung derweil nicht ganz so toll. Die Gräfin fühlt sich von ihrem Gatten vernachlässigt. Als Susanna ihr auch noch erzählt, dass der Graf ein Auge auf sie geworfen hat, verspricht sie an Figaros Plan mitzuwirken. Und der sieht wie folgt aus: dem Grafen wird eine Zusammenkunft mit Susanna versprochen, an deren Stelle soll allerdings Cherubino, der noch nicht abgereist ist, als Susanna verkleidet erscheinen. Während der Graf zur Jagd ist, wird Cherubino entsprechend angezogen. Dummerweise kommt der Graf etwas zu zeitig nach Hause und bringt die Gräfin in arge Erklärungsnöte, während sich Cherubino mal wieder verstecken muss. Diesmal in der Kammer der Gräfin. Da der Graf keinen Schlüssel für diese Kammer hat und die Gräfin verständlicherweise nicht öffnen will, gehen beide, um Werkzeug zum Aufbrechen der Tür zu holen.
Während der Graf und die Gräfin fort sind, hilft Susanna dem Pagen aus der Kammer. Cherubino weiß sich nicht anders zu helfen, als aus dem Fenster in den Garten zu springen. Susanna nimmt unterdessen seinen Platz in der Kammer der Gräfin ein. Als Graf und Gräfin zurückkehren, öffnet die Gräfin im letzten Moment dann doch die Tür, allerdings finden beide dort nun Susanna. Der Graf ist zunächst beruhigt, doch schon gibt es neue Verwicklungen. Der Gärtner Antonio hat einen Menschen zum Fenster hinaus springen sehen, am hellichten Tag. Figaro versucht die Situation noch zu retten, indem er sagt er wäre selbst zum Fenster hinaus gesprungen. Aber mit der Hochzeit scheint es dennoch vorerst nichts zu werden, denn auch Marcellina, Bartolo und Basilio pochen auf ihr Recht. Der Graf als oberster Richter kündigt erstmal eine Untersuchung der ganzen Angelegenheit an.

3. Akt

Der Graf ist noch immer etwas verwirrt von den vorangegangenen Ereignissen, da bittet Susanna ihn im Festsaal des Schlosses um ein Stelldichein im Garten. Natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn an ihrer Stelle soll sich die Gräfin verkleidet als Susanna mit ihrem Gatten treffen. Noch argwöhnischer wird der Graf, als er mitbekommt, wie Susanna ihrem Figaro zuflüstert, dass der Prozess bereits gewonnen sei. In der Gerichtsverhandlung stellt sich heraus, dass Figaro der verloren gegangene Sohn von Bartolo und Marcellina ist, das Eheversprechen zwischen Marcellina und Figaro ist damit hinfällig. Dafür wollen jetzt Marcellina und Bartolo ebenso wie Susanna und Figaro heiraten und eigentlich dürfte der Graf doch jetzt nichts mehr dagegen haben, oder? Susanna überbringt der Gräfin die Nachricht, die daraufhin einen Liebesbrief an ihren Gatten verfasst, den Susanna ihm überbringen soll.
Die Bauernmädchen aus dem Dorf bringen der Gräfin ein Ständchen. Unter ihnen ist auch der verkleidete Cherubino. Doch die Freude währt nicht lange, denn zusammen mit Antonio entdeckt der Graf den verkleideten Pagen. Später beim Tanz kann ihm Susanna endlich den Brief heimlich zustecken. Als Siegel für den Brief und als geheime Antwort dient eine Nadel, von denen Frauen wie die Gräfin ja genügend besitzen.

4. Akt

Es ist Abend geworden im Schloss des Grafen. Doch die Verwirrungen nehmen kein Ende. Barbarina sucht nach der Nadel, die sie Susanna vom Graf als Antwort auf den geheimen Liebesbrief überbringen sollte. Figaro horcht sie aus und ist über Susannas vermeintliche Untreue alles andere als erfreut. Er selbst, sowie Marcellina und Bartolo wollen nun auch in den Garten kommen, um das Stelldichein des Grafen mit Susanna zu stören. Derweil wartet die Gräfin verkleidet als Susanna bereits auf den Grafen, da taucht erst einmal Cherubino auf und ist kurz davor das ganze Vorhaben zu vereiteln. Denn als der Graf auftaucht, gibt er aus versehen im Halbdunkel ihm und nicht Susanna einen Kuss, was sich der Graf natürlich nicht bieten lässt. Er bedankt sich mit einer deftigen Ohrfeige bei ihm, denkt er. In Wirklichkeit hat seine Ohrfeige allerdings den bislang versteckten Figaro getroffen, der eigentlich nur mal sehen wollte, was da vor sich geht ist. Figaro bleibt allein zurück, da erscheint seine Susanna in den Kleidern der Gräfin. Nach einer kleinen Eifersuchtsszene erkennen sich die beiden Liebenden und beschließen den Grafen richtig eifersüchtig zu machen. Gesagt getan, als der Graf, der im Garten nach Susanna sucht, die beiden beim heftigen Flirten erwischt, ist Schluss mit lustig. Er ruft nach Leuten und Waffen. Spätestens als sich seine Frau in den Kleidern von Susanna zu erkennen gibt, muss der Liebhaber seinen Fehltritt eingestehen und bittet die Gräfin reumütig um Vergebung. Die lässt sich nicht lange bitten und nun endlich kann doch noch die Hochzeit von Figaro und Susanna sowie von Marcellina und Bartolo stattfinden.

Mit Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Kammeropernproduktion im Sommer 2017 abgesagt wurde. Infos zu unseren weiteren Kulturveranstaltungen finden Sie unter www.imagevienna.com

It is with great regret that we must inform you that the Chamber Opera production in summer 2017 is cancelled. You find information about our additional cultural productions here: www.imagevienna.com